Veranstaltungen

 

Dancing with the Beloved - Tanzen mit dem Geliebten - ein neues Konzept für Ekstatischen Tanz

 

Es gibt eine Quelle der Kraft und Präsenz, die uns immer zur Verfügung steht. Wenn wir uns ihr zuwenden, fängt in uns etwas an zu schwingen, sich zu bewegen, zu vibrieren. Vielleicht bebt dein Körper und du atmest auf. Etwas öffnet sich in dir zu dieser tieferen Quelle, worauf du nicht vorbereitet warst. Kannst du “Ja!” sagen, zu dem was du da wahrnimmst, zu dem was sich in dir bewegen will, und dich dem "Einen", das immer da ist, was die Sufis “den/die Geliebte(n)” nennen, anvertrauen?

 

Ich nenne es gerne: die Unendliche, Fühlende Intelligenz. Sie begegnet uns als Er, als Sie, als das Leben - und wir können ihr auch als DU begegnen - wir können mit ihr tanzen.

 

Wir laden dich ein, dich mit Tanz, Bewegung, Meditation und Authentic Relating, dieser Intelligenz bewusst anzuvertrauen, dich von ihr bewegen zu lassen - mit Live improvisierter Klaviermusik von Louis Durra, der schon viele Tanz- und Theaterprojekte begleitet hat:

https://soundcloud.com/louisdurra

 

Wir sind davon überzeugt, dass die Welt es jetzt gerade besonders braucht, dass Menschen zusammenkommen und ihre kollektive Intelligenz kanalisieren. Das zu lernen geht nur über den Körper. Wenn eine Gruppe sich gemeinsam dieser Intelligenz zuwendet, und diese Energie verkörpert, kann ein sehr lebendiger Raum entstehen, in dem etwas Neues in uns sichtbar und fühlbar wird.

 

Unser - Romecks und Louis' - Anliegen ist es, dafür zu sorgen, dass wir dabei im Körper geerdet und miteinander in Kontakt bleiben - mithilfe von Authentic Relating und -Movement Games. Louis inspiriert uns und lässt sich von uns - und von der Unendlichen, Fühlenden Intelligenz - inspirieren.

 

Komm, bereit zu schwitzen, bereit dich zu zeigen und gesehen zu werden.

Come dance with us,

Come play with us,

Come play.

 

Wir nutzen Elemente aus Authentic Movement und Authentic Relating, Continuum Movement, Lyrik von Rumi und Hafiz, und was uns sonst noch inspiriert.

 

 

30. Juni 19:30-23:00

Bewegungsraum, Möckernstraße 68, 10965 Berlin

 

Unser Ausprobierpreis ist 35 Euro - dreieinhalb Stunden mit Live Musik - Förderpreis 40 Euro. Ein intensives Erlebnis. Wenn das wirklich schwierig für dich ist und du hast echt Bock zu kommen, frage uns. Aber melde dich auf jeden Fall an bei info@authenticberlin.de

Wir freuen uns SEHR auf euch.

 

 

 

 

You have not danced so badly, my dear,

Trying to hold hands with the Beautiful One.

 

You have waltzed with great style,

My sweet, crushed angel,

To have ever neared God's Heart at all.

 

Our Partner is notoriously difficult to follow,

And even His best musicians are not always easy to hear.

 

So what if the music has stopped for a while.

 

So what

If the price of admission to the Divine

Is out of reach tonight.

 

So what, my dear,

If you do not have the ante to gamble for Real Love.

 

The mind and the body are famous

For holding the heart ransom,

But Hafiz knows the Beloved's eternal habits.

 

Have patience,

 

For He will not be able to resist your longing

For long.

 

You have not danced so badly, my dear,

Trying to kiss the Beautiful One.

 

You have actually waltzed with tremendous style,

O my sweet,

O my sweet, crushed angel.

 

 

"My Sweet, Crushed Angel",

Shams-ud-din Muhammad Hafiz

c. 1320-1389

Rendered by Daniel Ladinsky

 

 

 

Circling Community Practice Nights

 

Circling ist eine machtvolle Praxis - sie erweitert die Grenzen von dem, was möglich ist in Kontakt. Viele - inklusive mir selbst - haben erfahren, wie Circling die Beziehungen zu unseren Liebsten, aber auch zu Kollegen im Alltag nachhaltig transformieren kann. Wir wollen dafür sorgen, dass eine Community entsteht von Menschen, wo wir praktizieren, spielen und forschen können.

 

 

Termine: Donnerstage 29. Juni, 13. Juli 19-22 Uhr

im Spirit Berlin, Scherer Str. 3, 13347 Wedding, Sonnenraum.

Der Einstieg ist jederzeit möglich.

 

Diese Abende sind gedacht für Menschen, die die Kunst des Circling lernen und erfahren möchten, und um die Art von Community zu erleben, zu geniessen und zu feiern, die durch Circling entsteht.

Die Themen werdet ihr mitbringen - es wird viel Raum geben für das was gerade in euch lebendig ist.

 

Circling erweitert und vertieft die Möglichkeiten, miteinander entspannt und wahrhaft in Kontakt zu sein und verstärkt unsere Präsenz. Es schafft ein Vertrauensraum wo unter anderem unsere "blinde Flecken" in Beziehung zu anderen und zu der Welt sichtbar werden. Oft kommt es vor, dass Menschen sich gesehen fühlen auf einer Ebene wo die Meisten von uns nur selten miteinander verweilen - und gleichzeitig etwas neues über sich selber entdecken.

Es wird viel dabei gelacht, es ist sehr lebendig, hat eine Struktur aber ist vor allem spontan und fliessend. Es ist auch eine Kunst, die erlernbar ist und unsere Beziehungen im Alltag sehr bereichern kann. Sie verbindet uns tiefer mit dem Körper, und lässt ihn sprechen.

 

Es sind offene Abende die keine Vorkenntnisse brauchen - nur Deine Bereitschaft, dich zu zeigen mit dem wo du gerade bist.

 

Wir fangen an mit Meditation und Bewegungs- und Körperbewusstseinsübungen, damit wir bei uns und im Körper "ankommen" können - immer ein wichtiger Anteil von Circling für uns.

 

 

Maximale Teilnehmendenzahl: 20

Bitte melde Dich an bei info@authenticberlin.de

 

 

29.Juni: Truth and Connection - Circling Community Practice Night

 

Der letzte Abend von Ciricling Community Practice Night am 15. Juni hatte einige herausfordernde Momente für mich. So wie es im Alltag auch passiert, reagierten einige Menschen vor allem aufeinander. Die Frage, die für mich auftauchte war: Wie setze ich mein Leadership so ein, dass dieser intensive, unbequeme Moment zu einer wertvollen Lernerfahrung für alle wird? Ich wollte nicht “belehren”. Aber mir wurde klarer was fehlte: ein klarer Fokus auf Wahrheit und Verbindung.

Bei Circling geht es nicht darum, in einem Kreis zu sitzen und Befindlichkeiten auszusprechen. Das kollektive Leadership von Circling gewinnt an Kraft, wenn jeder ein klares Ja zu diesem Commitment hat: “ich setze mich für Wahrheit und Verbindung ein - mit mir selber und mit den anderen”.

 

Das ist meine Forschungsfrage für den Circling-Abend am 29sten Juni: Kann ich das von einer Gruppe verlangen, das sich jede(r) für Wahrheit und Verbindung einsetzt? Es ist auch meine Frage an dich: Bist du bereit, dich für eine tiefere Verbindung zu dir selber und zu deiner Wahrheit zu öffnen? Und bist du bereit, mit anderen in ihrer Wahrheit zu sein und dich für ihre Welt zu interessieren - auch wenn sie dich irritiert oder du dich ärgerst?

 

Zu wissen, dass alle da sind mit einem gemeinsamen Fokus auf Wahrheit und Verbindung, schafft Vertrauen. In Circling tragen wir zusammen die Verantwortung dafür, diese Qualitäten zu vertiefen. Das bringt oft eine Alchemie hervor, ein Wach-sein und eine erhöhte Präsenz. Auch wenn wir nicht in unsere Komfortzone bleiben können, weckt Circling in vielen Menschen eine tiefe Sehnsucht: so will ich in meinem Alltag mit Menschen umgehen. Auch wenn es nicht immer bequem ist, es bereichert uns. Circling lädt uns paradoxerweise ein, “mehr ich” zu sein - und dadurch entsteht ein stärkeres und authentisches Wir-Gefühl.

Wir lieben solche Räume von erhöhter Präsenz und Kollektiver Intelligenz.

 

Zum Ablauf:

Bewegte Meditation zum Ankommen im Körper

Kleingruppenspiele die unsere Kapazität üben, im Moment in Kontakt mit uns selber und einander zu bleiben - die Basis von Circling

Zeit für Circling Practice.

Wir möchten püktlich um 19.03 anfangen - bitte sei um 18.45 da.

 

 

 

Anmeldung:

 

Wir wollen selbstverständlich einen Vertrauensraum aufbauen, deswegen möchten wir sehr gerne dass du dich zum Sonderpreis für alle Abende der Serie anmeldest. Trotzdem wollen wir es auch ermöglichen dass neue Menschen dazu kommen. Also sagen wir: Komm wenn du bereit bist, dich ein zu lassen - wenn du forschen und spielen willst, und komm öfter. Du wirst tiefe Kontakte erfahren, aber es ist kein Speed-Dating, und kein Konsum. Circling braucht Mut, Offenheit und Humor, davon solltest du eine gewisse Minimumdosierung mitbringen. Anmeldungen für die komplette Serie nehmen wir bevorzugt an.

 

 

Jeder Abend beinhaltet auch Körperarbeit, meistens auch Berührung, Tanz, und Kleingruppenarbeit. Grenzen werden immer beachtet.

 

Geleitet wird der Kurs von Romeck van Zeyl, der schon seit vielen Jahren international tätig ist als Leadership Coach, Körperorientierter Psychotherapeut, Seminarleiter und Supervisor.

 

 

Preise:

30 Euro wenn Du einen Abend einzeln buchst.

100 für vier Abende, 80 für 3 Abende, 55 für 2 Abende einer Serie.

Ermässigung nach persönlicher Absprache.

 

Maximale Teilnehmendenzahl: 20

Bitte melde Dich an bei info@authenticberlin.de

 

Zum Mitbringen:

Bequeme Kleidung, in der Du Dich gut bewegen kannst

Die Bereitschaft, Dich selbst und dein Gegenüber zu ehren, Neugier auf die Totalität Deiner eigenen Erfahrung von Moment zu Moment.

 

Romeck van Zeyl

Integral Coaching/Supervision

Leadership and Organizational Development

Integral Body Psychotherapy and Couples' Counseling

Training and Facilitation

+49(0)15251829634

 

 

vergangene Abende aus dieser Serie:

 

4.5. Owning a desire; Verantwortung für deine Wünsche übernehmen.

 

Manchmal beklagen wir uns, insgeheim oder lauthals, darüber dass etwas fehlt. Verbundenheit zum Beispiel oder wir fühlen etwas nicht, das wir gerne fühlen würden. Und manchmal machen wir unser Gegenüber subtil dafür verantwortlich - klingt bekannt? Es hat aber einen ganz anderen Effekt auf unser Gegenüber wenn wir stattdessen den Mut haben, klar auszusprechen, was wir uns wünschen - OHNE UNSER GEGENÜBER ZU MANIPULIEREN, DEN WUNSCH ZU ERFÜLLEN. Es lohnt sich, damit zu experimentieren, und ist viel lebendiger als eine Klage. Damit wollen wir spezifisch spielen an diesem Abend - in einem Circling-Kontext.

 

 

18.5. Bedingungslose Präsenz - Das Yin und Yang im Circling.

 

Präsenz hat zwei Gesichter: einerseits das bedingungslose Wahr - nehmen was IST, andererseits die Klarheit und den Mut, das auszusprechen was wir wahrnehmen - und darin so klar wie möglich zu unterscheiden, wann wir deuten oder bewerten, und wann wir wirklich wahr-nehmen. Und: Präsenz fühlt. Es braucht einen gewissen Raum - oder Distanz - damit wir unsere Gefühle wahrnehmen können, aber gleichzeitig braucht es unsere Bereitschaft, Gefühle zuzulassen, sie fühlend zu erforschen. Dieses Zulassen, egal ob angenehm oder nicht, ist das Yin. Das Yang liegt im Aussprechen, dem Verfügbar-machen unserer Wahrnehmung. Es ist möglich, dass dies für unser Gegenüber unbequem ist - doch wenn wir uns wirklich mit dem zeigen, was wir in diesem Moment im Kontakt erleben, entsteht eine neue Ebene von Verbundenheit.

Damit wollen wir an diesem Abend spielen - bedingungslos Annehmen was in uns ist, den Mut sich damit zu zeigen, und offen dafür zu sein, wie das bei unserem Gegenüber landet.

 

Das Yin liegt in der radikalen Akzeptanz von dem was IST, ohne es verändern zu wollen. Es ist die Grundlage - darin kann das Yang von Herausfordern, Direktheit und klarer Ausrichtung sich aufrichten. Das Yang spricht Dissonanzen an, liegt manchmal "Relational Blind Spots" bloß, zeigt unsere blinden Flecken auf. Circling bietet einen Raum wo du dich sicher fühlen kannst - aber unser Bullshit ist dort nicht sicher! Eine gewisse Bereitschaft zu Verletzlichkeit ist die Bedingung für echten Kontakt - "not for the faint of heart".

 

 

 

 

Coming soon:

 

Begegnung an der Grenze

 

Kontakt fühlt sich oft am lebendigsten an, wenn er an der Grenze stattfindet. Dazu ist es notwendig, dass wir unsere Grenzen ersteinmal spüren können, und dann, dass wir präzise damit sind wo diese Grenze genau ist, UND... auch wagen, das auszusprechen. Wir können unser Ja erst wirklich fühlen wenn wir uns erlauben können, auch ein Nein zu haben. Wir wollen damit spielen wie es ist, sich genau an der Grenze zu begegnen - und gesehen zu werden. Es macht mehr Spaß, als wir meistens glauben!

 

 

Atem und Kontakt

 

Es gibt Momente im Kontakt, oft Momente wo etwas in uns lebendig wird, in denen wir aufhören zu atmen, ohne es zu bemerken - eine tief verankerte Prägung um "sicher" zu gehen, und Ablehnung zu vermeiden. Es hilft ganz einfach, um etwas NICHT zu fühlen! Wenn wir nicht nur in der obligaten Yoga Stunde bewusst atmen, sondern im Kontakt mit Anderen nicht nur bewusst (tiefer) atmen, sondern auch der emotionale Energie in uns Raum geben um sich zu bewegen, so wie sie möchte, dann bleiben wir im Körper verankert. Man sagt, "der Körper lügt nicht" - im Circling ist der Körper das Tor zu mehr Lebendigkeit, Kraft und Authentizität.

 

 

 

 

 

 

 

Vergangene Veranstaltungen:

 

 

 

Fünf Prinzipien von Circling

 

Circling ist Beziehungskunst - die Kunst, sich mit echter Neugier einzulassen auf diesen einen einzigartigen Beziehungsmoment. Auf sich selbst, auf den Körper und auf einander. Diese Kunst ist sehr fliessend und natürlich, aber hat auch Prinzipien und Struktur. Es gibt fünf inspirierende Prinzipien, die uns in diesem Kurs begleiten - jeder Abend ist einen von ihnen gewidmet, am letzten Abend feiern wir alle fünf. Hier sind sie in Kürze:

 

 

1) Deiner (verkörperten) Erfahrung vertrauen

 

Oft sind wir in Gedanken unterwegs, die unsere Erfahrung deuten, kommentieren und bewerten. Im Circling geht es darum, so nah wie möglich an deiner direkt gefühlten, unmittelbaren Erfahrung zu bleiben. Auf englisch sagen wir: “your unarguable experience” - der Teil deiner Erfahrung, mit dem man nicht argumentieren kann.

 

 

2) In Verbindung bleiben - commitment to connection

 

Hier geht es um deine Bereitschaft, in Verbindung zu bleiben mit was sich gerade zeigt im Kontakt zu deinem Gegenüber - vielleicht auch wenn Widerstand da ist oder ein Impuls, weg zu gehen. Es ist eine Einladung, dich zu enthüllen mit dem, was gerade wahr ist für dich. Was auch dazu gehört ist: wahrnehmen was für einen Effekt unser Gegenüber auf uns hat, und das auch zulassen. Selbstverständlich werden Grenzen dabei respektiert.

 

 

3) Verantwortung für deine Erfahrung übernehmen - “owning your experience”

 

Oft neigen wir dazu, die andere Person subtil verantwortlich zu machen für das, was wir gerade fühlen, und das abzulehnen. “Du machst mich wütend/traurig/glücklich”. Wenn wir lernen, immer mehr Verantwortung für unsere Gefühle zu übernehmen, ist das sehr befreiend und ermächtigend, und viel mehr Vertrauen entsteht fast unvermeidlich.

 

 

4) Mit der anderen Person sein in ihrer Welt.

 

“In den Schuhen deines Gegenübers zu gehen erreicht eine neue Tiefe in Circling. Der Nachdruck liegt auf Sein-mit. Nicht nur Empathie oder Verständnis, sondern es kommt eine Art Hingabe dazu. Wie ist es für dich, wie fühlt es sich in deinen Körper an, mit dieser Person zu sein, ohne davon aus zu gehen dass du sie schon kennst? Wenn wir uns einlassen auf das Unbekannt-sein kriegen wir Zugang zu einer neuen Welt an Informationen und Intuition.

 

 

5) Auf der Ebene von Spüren bleiben - “Staying with the Level of Sensation”

 

Wie bei Meditation bleiben wir mit einem Teil unserer Aufmerksamkeit beim Spüren. Diese Ebene von Erfahrung hat am wenigsten Interpretation in sich. Je mehr wir es praktizieren, diesen Teil unserer Erfahrung wahr zu nehmen und in Kontakt zu bringen, desto mehr vertieft er sich. Ob Freude oder Trauer, Stille oder Eros - wir gehen immer mehr in Resonanz und eine tiefe Verbundenheit wird spürbar.

 

 

 

 

 

 

 

 

vergangene Abende aus dieser Serie:

 

 

9.3. "Staying at the Level of Sensation" - Auf der Ebene vom Spüren verweilen

 

Wie geht das - mich selbst nicht verlieren UND in Kontakt bleiben? Diese Frage ist mir immer wieder begegnet, von Afrika bis Asien und bei Menschen aus allen Lebensbereichen. Jede sinnvolle Antwort beinhaltet eine Einladung, mit einem Teil der Aufmerksamkeit im Körper zu verweilen, und in Kontakt zu bringen was wir wahrnehmen.

 

Selbstentfremdung ist Körperentfremdung. Im Körper verweilen bedeutet im Hier und Jetzt verwurzelt zu sein. Der Körper ist nicht ein fixes “Ding” - sondern eine atmende, energetische Präsenz, die in jedem Moment neue Information erschliesst, wenn wir auf sie achten. Und je mehr wir die Gewohnheit von Körperachtsamkeit entwickeln, desto öfter wir uns selber als sicheres Zuhause erfahren, lernen wir, in uns zu ruhen - auch im Kontakt.

 

Dieser Abend ist diesem “Zuhause-sein” in der Begegnung mit Anderen gewidmet. Es liegt etwas ausserhalb von sozialen Konventionen, Körperempfindungen auch mitzuteilen. Auch dieses Element wollen wir an diesem Abend erforschen. Was hat dir der Körper gerade mitzuteilen? Wenn ich neugierig bei einer anscheinend “irrelevanten” Körperempfindung verweile, enthüllt sie vielleicht doch etwas erstaunliches worauf der Verstand nie gekommen wäre? In meiner Erfahrung ist dies so oft der Fall dass es sich lohnt, immer wieder neu hin zu lauschen. Dein einzigartiger Körper hat auch seine ganz eigene Sprache. Sie entsteht immer wieder neu aus der Bereitschaft zum Nicht-wissen, und verbindet uns tiefer mit uns selbst.

 

Auch werden wir spielen mit dem Element von Circling das “sharing impact” heisst - den Effekt zu fühlen der unser Gegenüber gerade auf uns hat, und das in Kontakt zu bringen.

 

 

 

23.2. "Being with the Other in Their World"

 

Circling bringt die Idee, in den Schuhen des Anderen zu gehen auf eine tiefere Ebene. Nach der Erfahrung des ersten Abends haben wir entschieden, die Reihenfolge dieses Kurses zu ändern. Weil dieses Prinzip den Kern ausmacht von Circling als Beziehungskunst, wollen wir es früher ins Zentrum stellen: sich der Welt des Anderen öffnen, bereit sein, unbekannt mit ihr zu sein, neugierig zu sein, wie sie auf dich wirkt.

Wir spielen mit der Bereitschaft, Zeuge zu sein, fühlend wahr zu nehmen, der Präsenz der anderen Person mit Wertschätzung und Offenheit entgegen zu treten. Diese Haltung bewusst zu praktizieren kreiert eine Bewusstseinserweiterung - es schafft einen Raum, wo wir auch uns selber neu begegnen in den wertschätzenden Augen der Anderen.

Wir nutzen als Forschungsmethoden nicht nur das verbale Cricling, sondern auch Bewegung, Tanz, Berührung (immer optional) und Elemente aus Authentic Movement.

 

 

9.2. Owning your Experience -Verantwortung für die Wahrheit Deiner Erfahrung

 

"Owning" bedeutet: ganz Verantwortung übernehmen für die Wahrheit deiner Erfahrung in diesem Moment - die Wahrheit die unwiderlegbar deins ist. Wenn wir das praktizieren wirkt es gleichzeitig selbst-ermächtigend und öffnet einen Raum von Vertrauen und unmittelbarem Kontakt - jenseits von Projektion oder Vorwurf. Es braucht auch Forschungsbereitschaft - wann sind wir unterwegs mit Interpretationen oder Bewertungen, und wann beim direkten, gefühlten, verkörperten Erleben?

Wenn wir das konsequent in Kontakt bringen, hat es einen kaum überschätzbaren Effekt auf die Qualität unserer Beziehungen. Es entsteht mehr Kontakt zu uns selber, wir werden fühlbar präsent für einander. Genau dort wo oft der Kontakt abbricht entstehen neue Möglichkeiten, um lebendig in Verbindung zu bleiben.

Was das in der Praxis bedeutet, werden wir an diesem Abend gemeinsam erforschen durch Übungen, Körperarbeit, Tanz, Relating Games und natürlich Circling-Praxis.

 

 

23.3. Commitment to Connection - Präsent bleiben im Kontakt

 

Ja, es stimmt: Wenn wir uns auf authentischen Kontakt einlassen, gibt es Momente wo es unbequem wird oder eine gewisse Intensität entsteht. Oft gehen wir dieser Intensität oder Unbequemlichkeit reflexmäßig aus dem Weg, fast ohne es zu bemerken. Im Circling entdecken wir, was sich dabei lohnt, bei diesem Unbequem-sein auszuharren. Commitment to connection bedeutet unter anderem, dass wir, statt wegzugehen oder die Situation zu verändern wahrnehmen, was in uns passiert, und das in Kontakt bringen. Gerade dann machen wir die Erfahrung, dass sowohl die Verbindung, als auch unsere Präsenz nicht unterbrochen wird, sondern vertieft. Wir lernen "im Feuer zu sitzen".

Wenn du dein Gegenüber in seiner Authentizität fühlen, sehen und bezeugen kannst, kreierst du Vertrauen und Sicherheit in deinen Beziehungen. Auch Konflikte können wir mit dieser Haltung besser willkommen heißen und sie dazu nutzen, um die Beziehung zu vertiefen.

 

 

6.4. Trusting Experience - deiner (direkten, gefühlten) Erfahrung vertrauen:

 

Dieses Prinzip von Circling - und übrigens von Meditation - legt offen wie oft wir uns, ganz gewohnheitsgemäß und fast selbstverständlich, gegen unsere direkte Erfahrung wehren, sie versuchen zu manipulieren, kontrollieren oder - was auch häufig passiert - unserem Gegenüber subtil die Schuld daran geben.

 

Ein Beispiel: in einem Gespräch entsteht ein Gefühl von Schwere. Es ist erstmal nicht angenehm - vielleicht haben beide so ein gequältes Gesicht: “O nein!!”. Wir versuchen innerlich, die Ursache fest zu stellen: “Warum bist du / bin ich immer so … ?” Die Anspannung zwischen uns wird stärker, je mehr wir es los werden wollen. Dann benennt einer von uns die Wahrnehmung, ohne jeglichen Versuch, etwas zu ändern: Schwere. Ich nehme es fühlend war in meinem Körper und vertraue der Erfahrung von Schwere. Innerhalb einer erstaunlich kurzen Zeit entspannt sich mein Körper und die Schwere verwandelt sich in eine Empfindung von Gewicht, von In-mir-ruhen. Und plötzlich ist da ein entspanntes Gefühl von authentischer Verbundenheit.